Bilder vom Union Heimspiel und Regensburg Auswärts

Bilder vom Union Heimspiel und dem Regensburg Auswärtsspiel sind in der Galerie online

10 Jahre Südkurve Sankt Pauli!

Moin Südkurve,

in der Saison 2007/08 war es endlich so weit, die Stehplätze der Südkurve wurden beim Heimspiel gegen Augsburg zum ersten Mal nach dem Umbau wieder geöffnet. Viele Einzelpersonen, Fanclubs und Gruppen aus den unterschiedlichsten Stadionbereichen folgten dem Aufruf, eine neue Fankurve am Millerntor zu gestalten – die Kurve der Ultras.

Nachdem die Kurve mit Massen von Konfetti und Fahnen eingeweiht wurde, folgten unzählige Aktionen rund um die Südkurve. So zierten Blockfahnen und Fahnenmeere in den unterschiedlichsten Mustern die Kurve. Tausende Zettel, Kassenrollen und Doppelhalter verwandelten abermals die Stehplätze in die kreativsten Kurvenbilder. Die grauen Stufen und die Wände wurden in die schönsten Farben getaucht, die Kurve wurde nach den eigenen Vorstellungen gestaltet. Neben den Choreographien trug die Südkurve auch immer ihre Meinung dem politischen Diskurs bei und verhielt sich gegen unverhältnismäßige Strafen. So konnten wir in den 10 Jahren der Südkurvengeschichte einige Siege, sowohl auf dem Spielfeld als auch in der Kurve, für uns entscheiden und auch wenn wir einige Partien verloren haben, stand die Kurve dies gemeinsam durch. Natürlich war nicht jede Aktion frei von Kritik und bei einer so heterogenen Zusammensetzung, ist es schier unmöglich den Geschmack aller zu treffen, doch genau dies haben wir in der Gesamtheit seit 10 Jahren geschafft. Wir haben es geschafft, eine Fankurve am Millerntor zu etablieren, die den FC St. Pauli und seine Werte würdig vertritt und darauf können wir alle stolz sein.

Genau dies wollen wir beim Heimspiel gegen die Spielvereinigung aus Fürth mit euch allen feiern. Im Stadion gibt es neben einer optischen Aktion auch ein Gimmick, welches zum einen als Andenken und zum anderen als Symbol der Gemeinschaft in der Südkurve dient. Daher packt euch für den Spieltag 10 Euro mehr ein und haltet nach Ständen in der Südkurve Ausschau.
Doch dies sollen an dem Tag nicht die einzigen Feierlichkeiten sein. Nach dem Spiel geht es in den Fanräumen ab 20 Uhr weiter. Alle Südkurvenmitglieder haben bei der Party freien Eintritt. Daher denkt bitte daran, an diesem Spieltag euren aktuellen Südkurven-Ausweis mitzubringen, damit wir eure Mitgliedschaft nachvollziehen können. Für alle anderen ist der Eintritt gegen 5 Euro möglich. Bei guter Musik und leckerem Grillgut wollen wir auf die letzten 10 Jahre anstoßen und nach vorne schauen.

Zwar geht das erste Kapitel der Südkurvengeschichte langsam zu Ende, aber viele weitere Kapitel warten nur darauf, gestaltet und geschrieben zu werden. Viele Träume und Ansprüche wollen in die Tat umgesetzt werden, um unsere Kurve weiter voran zu treiben. Es darf nicht der Anspruch sein, sich auf dem Geschafften und den Lorbeeren der letzten Jahre auszuruhen, sondern viel mehr müssen immer höhere Ziele gesteckt werden. Wir freuen uns alle sehr darauf und sind gespannt, wie wir alle gemeinsam die nächsten Kapitel schreiben.

Keine Atempause, Geschichte wird gemacht!

Südkurve Sankt Pauli – Die Kurve der Ultras

Bilder aus dem Erzgebirge

Bilder aus Aue sind online

Zwischen „deutschem Mob“ und Einzelpersonen – DIE deutsche Nationalmannschaft, aktive Fans und extreme Rechte

„Borsti“, „Air Bäron“ oder „Halle/S.“ – es sind Zaunfahnen wie diese, die dem aufmerksamen Beobachter bei Spielen der Nationalmannschaft in nah und fern auffallen. Sie symbolisieren, dass scheinbar eher Einzelpersonen und Kleingruppen der Nationalmannschaft hinterherreisen, große Gruppen etwa aus der Ultrabewegung sich eher zurückhalten – anders als im Ausland. Doch stimmt diese Annahme? Und welche Rolle spielten und spielen Auftritte der DFB-Elf für die extreme Rechte und Hooligans?

Peter Römer ist Politikwissenschaftler und Historiker.

Donnerstag, 5. April – 19 Uhr – Fanräume

Antira-Spendentag am 01.04.

Der Fanladen St. Pauli und die Antira Orga-Gruppe bitten um eure Hilfe:

Zugunsten des 10. Antirassistischen Einladungsturniers, das vom 25.5 bis 27.5.2018 im Millerntor-Stadion stattfindet, wird beim Heimspiel gegen den SV Sandhausen am 01.04. an allen Eingängen um eine Spende gebeten. Zusätzlich könnt ihr auch eure Pfandbecher bei den üblichen Stellen spenden.

Wie bei den letzten beiden Auflagen in HH findet das Turnier im Millerntor-Stadion statt, dieses Mal in der Nordkurve.  Eingeladen sind ca. 40 Teams aus 15 verschiedenen europäischen Ländern – von Leeds bis Minsk, von Kopenhagen bis Marseille sowie aus Israel und den USA.

Rund um den sportlichen Teil des Turniers findet wie immer ein interessantes Rahmenprogramm statt. So wird es Workshops, Filme, Diskussionen und Vorträge unter anderem zur griechischen Neonazi-Bewegung „Golden Dawn“ und zu den Identitären geben. Und gefeiert wird auch noch.

Über die Jahre hat sich aus diesem Turnier heraus ein internationales Netzwerk mit dem Namen „Alerta!“ gegründet, das regelmäßige Vernetzungstreffen an den jeweiligen Standorten sowie gemeinsame Aktionen zum Thema Anti-Diskriminierung durchführt.

Damit das Ganze wieder ein voller Erfolg wird, sind wir auf eure Spenden angewiesen.

Die Antira Orga-Gruppe und der Fanladen St. Pauli sagen vorab schon mal Danke!

Kein Fußball den Faschisten!

Gustav Schneeclaus-Gedenken in Buxtehude

Es ist der 8. März 1992. Gustav Schneeclaus wird von den beiden Neonazis Stefan Silar und Stephan Kronbügel schwer zusammengeschlagen. Einige Tage später, in der Nacht vom 21. März auf den 22. März erliegt Schneeclaus den schweren Verletzungen. Die beiden Täter wurden wegen Totschlags zu sechs beziehungsweise achteinhalb Jahren Haft verurteilt.

Bei dem „Totschlag“ handelte es sich aber keinesfalls um einen unglücklichen Einzelfall. Vielmehr reiht er sich ein in eine große Anzahl rassistisch und neonazistisch motivierter Anschläge und Morde im gesamten Bundesgebiet.

Silar zählt zu den Köpfen der extrem rechten und gewalttätigen Szene in Tostedt, hat den rechten Szeneladen „Streetwear Tostedt“ betrieben, war bzw. ist Teil von „Combat 18“, „Blood and Honour“ und dem „Saalschutz Nordmark“. Zudem ist er nach wie vor gut mit (nord-) deutschen Kameradschaften vernetzt.

Kronbügel wird nachgesagt, er habe nichts mehr mit der Szene zu tun. Allerdings bleibt offen, ob sein Mitte Dezember detonierter Sprengkörper am S-Bahnhof Veddel nicht doch rassistisch und fremdenfeindlich motiviert war.

Das Gedenken an Gustav Schneeclaus findet am 22. März um 18 Uhr am ZOB Buxtehude statt. Nach der Kundgebung folgt dann die Buchvorstellung des aktuellen „Jahrbuchs Rechter Gewalt“ im Buxtehuder Kulturforum.

https://tinyurl.com/schneeclausgedenken

 

Filmvortrag Sea-Watch – zivile Seenotrettung im Mittelmeer

Wer es nicht nach Buxtehude schafft ist herzlich zum Filmvortrag von Sea-Watch eingeladen. In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Refugees Welcome berichtet Michael Schwickart (Sea-Watch e.V.) wie sich das Projekt seit 2015 zu einer, von 300 Aktivist*innen getragenen NGO entwickelt hat, wie mehrere, durch Spenden finanzierte Missionen gefahren wurden, unzählige Menschenleben gerettet wurden und trotzdem diese wichtige humanitäre Hilfe immer wieder diffamiert und kriminalisiert wird.

Der Vortrag beginnt um 19:30 Uhr in den Fanräumen – der Eintritt ist gratis, Spenden werden aber trotzdem gerne entgegengenommen.

https://tinyurl.com/seawatchvortrag

Bilder vom Braunschweig Heimspiel

Bilder vom Braunschweig Heimspiel sind online

Nach dem 0:0 gegen Braunschweig ging es für uns zum Diffidati-Marsch durchs Viertel, um unseren Unmut über Repression in, aber dieses mal auch vor allem außerhalb der Stadien zu äußern. Angesichts der massiven Bullenpräsenz, schien dieses Thema gestern aktueller denn je. Anstatt die gewohnte Route einfach frei zu machen, kam es immer wieder zu Angriffen mit Schlagstock und Pfefferspray. Augenscheinlich wollte die Polizei allen Menschen nochmal zeigen, wie die von uns kritisierte Repression aussieht. Achtet in den nächsten Wochen etwas auf euch, die Cops haben sämtliche Zusammenstösse abgefilmt, da kann evtl. noch etwas kommen. Diffidati con noi! Freiheit für die G20-Gefangenen!