In der Länderspielpause kamen am 28. März 2026, Vertreter von über 50 Fanszenen aus dem gesamten Bundesgebiet in Berlin zusammen, um sich unter anderem über den Eskalationskurs der Innenministerkonferenz und der Sportministerkonferenz zu beraten. Auch Fanszenen, die aufgrund des Spielbetriebs unterhalb der dritten Liga nicht dabei waren, stehen inhaltlich hinter dieser Stellungnahme.
Die letzte IMK im Dezember 2025 hat durch ihren Populismus und ihre Repressionsideen für deutsche Stadien für Aufruhr gesorgt – ihr erinnert euch! Die nächste IMK ist bereits für Juni 2026 angesetzt. Eine gute Gelegenheit also, auf den aktuellen Stand zu blicken, denn: Die aktuelle Entwicklung in deutschen Stadien ist alarmierend! Immer öfter werden Stadionbesucher zu Opfern unverhältnismäßiger Polizeigewalt.
Dies zeigt sich eindeutig seit einigen Jahren und ganz speziell eindrücklich seit Beginn des Jahres 2026. Bei den Spielen Borussia Dortmund gegen FC Bayern München, Hertha BSC gegen FC Schalke 04 und Vfl Wolfsburg gegen Werder Bremen kam es zu zahlreichen zum Teil schwer verletzten Fans. Deutlich wird dies aber auch durch diverse Fanszenen, die mit fadenscheinigen Begründungen auf der Anreise zu ihren Auswärtsspielen zurückgeschickt und hiermit massiv in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt wurden. Aktuell vergeht kaum ein Wochenende ohne einen solchen Skandal. Den Tiefpunkt dieser Entwicklung stellt die hundertfach verhinderte Ausreise von Anhängern von Borussia Dortmund zum Champions League-Spiel bei Atalanta Bergamo durch die Bundespolizei dar. Die zugunsten der Fans entschiedenen Eilverfahren zeigen wiederholt sehr deutlich, dass die Polizei sich im Umgang mit Fußballfans nicht an Recht und Gesetz gebunden sieht!
Böse Zungen behaupten, dass diese jüngste Gewalteskalation seitens der Polizei kein Zufall sein kann. Auch wir sehen sie als systematischen Teil einer arglistigen Strategie der Hardliner aus Innen- und Polizeibehörden mit Blick auf die kommende IMK sowie im Zuge der derzeit stattfindenden Geheimverhandlungen zur Verschärfung der Stadionverbots-Richtlinien. Das Kalkül dahinter scheint so perfide wie offensichtlich: Möglichst schockierende Bilder und Schlagzeilen sollen das politik- und polizeieigene Narrativ, die Stadien seien nicht sicher, Woche für Woche unterfüttern. In dem Wissen, dass die seit Jahren rückläufigen polizeieigenen Zahlen keinerlei Verschärfung rechtfertigen (woran die IMK im letzten Jahr immer wieder erinnert werden musste), werden die eigenen ohnehin fragwürdigen Statistiken der ZIS nun künstlich in die Höhe getrieben.
Das Ziel der Protagonisten in den Innenbehörden scheint klar: Die Verbände DFB und DFL sollen in den Verhandlungen unter maximalen Druck gesetzt werden, zuletzt geschehen mit der erstmals öffentlich geäußerten Drohung der Weitergabe der Polizeikosten durch Herbert Reul und Armin Schuster, wenn die Forderungen der Politik nicht erfüllt werden. Dass aufgrund dieser rücksichtslosen Strategie eine Vielzahl von Fußballfans fernab jeder Verhältnismäßigkeit und Rechtsstaatlichkeit mutwillig und zum Teil schwer verletzt wird, nehmen Polizei und Politik billigend in Kauf. Der Dachverband der Fanhilfen hat in seiner Stellungnahme vom 18. März 2026 die deutliche Zunahme gewalttätiger Polizeieinsätze in der laufenden Saison 2025/2026 dokumentiert. Die Anzahl gewalttätiger Eskalationen durch die Polizei überstieg schon im März die Gesamtzahl vorangegangener Spielzeiten.
Doch auch abseits dieser beobachtbaren polizeilichen Eskalation muss davon ausgegangen werden, dass die Politik den Verbänden druckvoll im Nacken sitzt. Das wird sichtbar, da DFL, DFB und Innenpolitik trotz vollmundiger Transparenzversprechen in der Öffentlichkeit nunmehr seit weiteren vier Monaten in Hinterzimmergesprächen an Verschärfungen der Stadionverbots-Richtlinien schrauben und dabei jegliche Faninteressen und Expertenmeinungen unberücksichtigt lassen.
Im Halbzeitfazit müssen wir daher leider feststellen, dass Politik, Polizei und scheinbar auch die Verbände aus dem letzten Jahr nichts gelernt haben und denken, sie können die gleiche Suppe nochmal kochen – und das noch schärfer gewürzt! Scheinbar müssen wir also wieder laut werden, um für Gerechtigkeit einzutreten, ihren Populismus zu entlarven und ihre perfiden Strategien zu kritisieren!
Daher fordern wir:
1) Verschärfung der Stadionverbots-Richtlinien stoppen!
Unter dem Deckmantel einer einheitlichen Vergabe von Stadionverboten soll eine „Fachaufsicht“ bzw. „Zentrale Stadionverbotskommission“ eingeführt werden, welche den lokalen Strukturen gegenüber weisungsbefugt ist. Diese Fachaufsicht soll auch als Beschwerdestelle für die Polizei fungieren, sollte diese mit den Entscheidungen auf lokaler Ebene unzufrieden sein.
Damit gibt man den Polizeibehörden ein weiteres mächtiges Repressionswerkzeug an die Hand – jenen Polizeibehörden, die nicht davor zurückschrecken, Fußballfans schwer zu verletzen, nur um die eigene Agenda durchzudrücken. Wir sagen: Der Repressionswahnsinn gepaart mit der starken Zunahme willkürlicher und gewalttätiger Polizeieinsätze in deutschen Stadien zeigt, dass die Stadionverbots-Richtlinien nicht verschärft werden dürfen, denn die bewusste Eskalationsstrategie der Innenministerkonferenz darf nicht belohnt werden!
2) Verbände: Transparenz und Faninteressen jetzt!
DFB und DFL dürfen ihre Entscheidungen nicht länger im Geheimen treffen. Wir fordern endlich eine offene und transparente Diskussion unter Wahrung der bestehenden Faninteressen. Ein Stopp der derzeitigen Geheimverhandlungen und eine Neuaufnahme eines Dialogs, welcher seinen Namen auch wirklich verdient, führt nicht nur zu mehr Akzeptanz, sondern bietet den Funktionären von DFB und DFL auch eine Chance, sich diesem massiven Druck seitens der Innenministerien zu widersetzen. Wir erwarten, dass DFB und DFL von dieser Möglichkeit Gebrauch machen.
3) Unabhängige Ermittlungsstellen!
Vereine und Verbände müssen den Aufbau unabhängiger Ermittlungsstellen nach dänischem Vorbild für die Aufklärung von übermäßiger Polizeigewalt öffentlich unterstützen – zum Schutz hunderttausender Fans, die Woche für Woche deutsche Fußballstadien besuchen. Die bundesweite Eskalationsstrategie der Polizei hat beispielsweise im Olympiastadion und im Westfalenstadion bewiesen: Polizeigewalt kann jeden Stadiongänger treffen.
4) Innenpolitik: Sachargumente statt Populismus!
Abgesehen von eskalierenden Polizeieinheiten ist der Fußball sicher. Es ist Zeit, sich endlich damit abzufinden! Es gibt keine Datengrundlage für den Kurs der Innenministerien, weshalb die Polizei nun bundesweit angehalten scheint, die Verletztenzahlen der ZIS-Statistik – aus Sicht der Innenminister „endlich“ – wieder nach oben zu treiben. Jeglicher Realität entbehrende Zerrbilder, etwa dass jedes Wochenende Spiele wegen Pyrotechnik unterbrochen und Menschen hierdurch verletzt würden, haben einer Versachlichung der Debatte zu weichen. Wir sind es leid, für populistische Forderungen herzuhalten, das Testobjekt für neue Repressionsmaßnahmen zu sein und uns unsere Fankultur und ihre Stilmittel von Innenministern und Polizeigewerkschaftern „erklären“ zu lassen.
Fanszenen Deutschlands – April 2026
Moin St. Pauli-Fans,
die letzten Wochen waren sportlich ein Auf und Ab. Trotz kleiner Rückschläge können wir jedoch auf sechs ungeschlagene Heimspiele zurückblicken, in denen es uns als Fanszene immer wieder gelang, entscheidende Akzente zu setzen. Jetzt steuern wir auf das letzte Viertel der Saison zu. Uns Allen ist bewusst wie schwer die aktuelle Phase ist und auch abermals frustrierend sein kann. Sowohl für unsere Mannschaft auf den Rasen, als auch für uns Fans auf dem Rängen. Unsere Fanszene hat jedoch über Jahrzehnte ausgezeichnet, dass wir nicht bei der erstbesten Gelegenheit die Segel streichen – das überlassen wir anderen Vereinen!
Also St. Pauli Fans, rafft euch nochmal auf, reißt euch gegenseitig mit, zieht euch zusammen wieder hoch! Gemeinsam als vereinte Kurve und Fanszene auf den Rängen mit einer Mannschaft auf dem Rasen, die das Feuer des Herzen von Hamburg spürt und alles reinhaut was geht, ist noch alles möglich!
Für den entscheidenden Push werden wir unsere Mannschaft am Sonntag ins Stadion geleiten.
15:30 – Busempfang entlang der Budapester Str. und der Auffahrt Heiligengeistfeld.
Es liegt an uns allen!
Klassenkampf jetzt!

Vor rund zwei Wochen meldeten wir, die Fanszenen Deutschlands, uns bereits mit einer Stellungnahme bezüglich der in Hinterzimmern des DFB erarbeiteten neuen Stadionverbots-Richtlinie. Seitdem herrscht vor allem eins: Stille.
Zwar hat die DFL erstaunlich schnell – bereits am Freitag der Veröffentlichung unserer Stellungnahme – mit einem internen Schreiben an die Vereine reagiert. Die große Chance, nun endlich mit offenen Karten zu spielen, wurde jedoch abermals vertan.
Nun ist es für uns nichts Neues, dass wir Fans in Entscheidungen oder Prozesse der DFL nicht eingebunden werden. Dass allerdings selbst Vereine – teilweise gänzlich – außen vor gelassen werden, ist durchaus verwunderlich.
Das besagte Schreiben der DFL verbreitet dabei auch ganz bewusst Lügen. So ist beispielsweise die Rede davon, die Vereine „umfassend über mögliche Änderungen“ informiert zu haben. Tatsächlich sind allerdings kritische Vereinsvertreter mit irreführenden Falschaussagen aufs Glatteis geführt und kaltgestellt worden. Auch eine erwähnte Videokonferenz fand lediglich im Monologform statt, ohne die Chance auf Rückfragen.
Im Gegensatz zur DFL haben wir die vergangenen Tage genutzt und sind mit unseren Vereinen ins Gespräch gegangen. Die Erkenntnis daraus: Bis heute wissen die Vereine über die geplanten Veränderungen in der SV-Richtlinie nicht oder bestenfalls nur rudimentär Bescheid! Da passt es ins Bild, dass auch im Rahmen der Regionalkonferenzen in der Woche vom 16. bis 20. Februar 2026 in Frankfurt Informationen zur Überarbeitung der Stadionverbots-Richtlinien Fehlanzeige blieben.
Nun ist es natürlich schwierig, über Sachen zu urteilen, deren Inhalt man nicht kennt. Die DFL spricht gerne von „Transparenz“ – doch versagt dann gleich im ersten Schritt, diese zu schaffen.
Als transparenzliebende Fans sehen wir uns somit in der Pflicht, nun unsererseits mit einer Transparenzoffensive Licht ins Dunkel zu bringen. Denn wir wissen ganz genau Bescheid, welche Maßnahmen geplant sind.
Daher möchten wir im Folgenden Paragraphen aus dem Entwurfspapier der DFL zitieren:
- §2 (3) beschreibt die Errichtung einer Stelle, welche dazu ermächtigt und verpflichtet wird, entsprechende Entscheidungen im Zusammenhang mit Stadionverboten zu treffen und Maßnahmen zu ergreifen. Tätig werden soll diese sogenannte „Fachaufsicht“ selbstständig, auf Antrag einer lokalen SV-Kommission oder auf Antrag der Polizei oder anderer Strafverfolgungsbehörden.
Die zentrale Fachaufsicht ist gemäß des Abschnitts b) weisungsbefugt gegenüber den lokalen Stadionverbots-Kommissionen. Bei Nicht-Einhaltung einer Weisung kann die Fachaufsicht die entsprechenden Maßnahmen treffen.
Es lässt sich also festhalten: Sollte dieser Paragraph so umgesetzt werden, werden die lokalen Stadionverbots-Kommissionen de facto zum Papiertiger. Spätestens wenn der Polizei die Möglichkeit gegeben wird, per Antrag die Fachaufsicht einzuschalten, verlieren die lokalen Kommissionen ihre Bedeutung!
- §5 (vormals §4) (3) legt fest, dass ein Stadionverbot auszusprechen ist, wenn die Stadionverbotskommission (lokal oder zentral) Kenntnis von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens durch die Strafverfolgungsbehörden erlangt. Zwar ist die Rede von der „Berücksichtigung der konkreten Umstände des Einzelfalls“, grundsätzlich ist aber davon auszugehen, dass hiermit die Vergabe von Stadionverboten nach dem Gießkannen-Prinzip ermöglicht wird. Denn bei Nicht-Erteilung eines Stadionverbots, etwa weil die lokale Stadionverbots-Kommission den Fortgang des Ermittlungsverfahrens oder den Ausgang des etwaigen, folgenden Gerichtsverfahrens abwarten möchte, kann die Polizei die Fachaufsicht anrufen und diese zieht dann die Aussprache der Stadionverbote an sich. Dass Ermittlungsverfahren eingestellt werden oder in Freisprüchen enden können, interessiert Verbände, Politik und Polizei bei der „Präventivmaßnahme“ Stadionverbot nicht.
- §5 (vormals §4) (4) besagt zudem, dass Stadionverbote sogar ausgesprochen werden können, ohne dass ein Ermittlungs- oder sonstiges Verfahren eingeleitet wurde. Hierfür sollen künftig Ingewahrsamnahmen oder Aufenthaltsverbote ausreichen. Im Kontext der vergangenen Wochen, in denen vermehrt Fanszenen aus fadenscheinigen Gründen an ihrer Auswärtsreise gehindert wurden, würde dieser Paragraph das Tor für den Ausschluss großer Fangruppen öffnen. Und eins ist sicher: Sobald der Polizei dieser Hebel in die Hand gelegt wird, wird sie ihn auch nutzen!
Dies sind nur kurze Auszüge aus dem insgesamt 9 Seiten langen Dokument. Wir möchten diese aber mit unserer Stellungnahme öffentlich machen, um aufzuzeigen, was sich hinter verschlossenen Türen zusammenbraut. In Kraft treten sollen diese Maßnahmen bereits zum 1. Juli 2026, was einen ambitionierten Zeitplan bei zugleich herrschender Intransparenz bedeutet.
Da wir den Glauben an eine diskussionsorientierte Lösung bei DFL, DFB und Politik schon längst verloren haben, nehmen wir daher unsere Vereine in die Pflicht, sich diesen geplanten Maßnahmen entschieden und mit allen Mitteln entgegenzustellen!
Die Fanszenen Deutschlands im Februar/März 2026
Hallo Fußballfans,
die Spatzen pfeifen von den Dächern, dass die Verbände derzeit heimlich, still und leise eine deutliche Verschärfung der Stadionverbotsrichtlinien anstreben.
In einem wiederholt intransparenten Prozess arbeiten Juristen der Verbände und deren Sicherheitsfunktionäre unter punktueller Einbeziehung einzelner Vereine offenbar daran, umfassende Änderungen an den derzeit gültigen Richtlinien umzusetzen.
Es ist zu befürchten, dass dort all jene Themen zur Debatte stehen, die schon im Rahmen der Innenministerkonferenz an die Öffentlichkeit gedrungen sind: Eine zentrale Stadionverbotskommission mit Weisungsrecht gegenüber den Vereinen und andere weitreichende Verschärfungen gegenüber dem Status Quo.
So waren etwa zwei Kernforderungen aus der IMK, „Soll-Bestimmungen“ in „Ist-Bestimmungen“ umzuwandeln und Stadionverbote für eine Mindestdauer festzusetzen, was vielerorts auf große Kritik gestoßen ist. Aufgrund des Schweigens der Verbände ist nicht ausschließen, dass diese Damoklesschwerter weiterhin über deutschen Fans schweben. Das gerne als Präventionsmaßnahme verkaufte Konzept „Stadionverbot“ droht somit endgültig zum repressiven Mittel einer Parallelgerichtsbarkeit zu werden.
An dieser Stelle sehen wir unsere Vereine in der Pflicht, unsachgemäßen und praxisfernen Vorstößen entschieden entgegenzutreten. Dazu gehört, eine ergebnisoffene Diskussion einzufordern, die nicht abseits der Öffentlichkeit stattfindet und Fanperspektiven einbezieht. Zum Jahresende 2025 haben wir jedenfalls gezeigt, was wir gemeinsam auch in solch aufgeladenen Themen erreichen können.
Die Verbände fordern wir dazu auf, ihre Entscheidungen nicht im Hinterzimmer zu treffen, sondern offen und transparent die Diskussion zu führen.
Fanszenen Deutschlands im Februar 2026
Moin Sankt Pauli Fans,
Platz 17 der Tabelle mit 14 Punkten, so ist der Stand nach 20 Spielen in dieser Saison. So oft standen wir alle nach Abpfiff im Stadion und mussten einen weiteren Punktverlust auf dem Platz für den FC Sankt Pauli verarbeiten. Natürlich schlägt das auf die Laune bei allen von uns.
Doch die Mannschaft hat in Spielen gegen Bayern, Dortmund oder auch beim Sieg zu zehnt gegen Heidenheim gezeigt, dass sie Qualität hat und diese auch auf den Platz bringen kann. Da wurde gekämpft, dagegengehalten und jede noch so kleine wichtige Aktion wurde vom Team gemeinsam durchgezogen und gefeiert.
Wir haben in dieser Saison jedoch auch gesehen, dass die Mannschaft sich an einzelnen Stellen schwertut, sei es in der Defensive oder im Sturm. Wir sind uns aber sehr sicher, dass alle Spieler und Verantwortlichen das Beste für den Verein wollen und alles geben werden, um den Klassenerhalt zu sichern. Es ist unsere Aufgabe als Fans dem Team auf dem Rasen den Rücken zu stärken und im Zweifel den Ball von der Tribüne aus mit über Linie zu tragen. Wir haben wie schon seit Jahrzehnten gezeigt, dass wir zum FC Sankt Pauli halten und immer für ihn da sein werden, egal wie schwierig die Zeiten oder aussichtslos die Tabellensituation auch war.
Als Gruppen der aktiven Fanszene beobachten wir in letzter Zeit eine zu stark spielabhängige Unterstützung der Mannschaft, die wir als kritisch ansehen. Es muss das Ziel von uns allen sein, das Maximum für Sankt Pauli rauszuholen. Alle Menschen im Stadion, auch wir, sollten da bei sich selbst anfangen und sich fragen, ob sie über die 90 Minuten alles dafür gegeben haben, dass unser Verein nicht absteigen wird, unabhängig davon, ob wir mal ein Gegentor oder eine rote Karte oder der Schiedsrichter mal wieder gegen uns pfeift. Natürlich kann Menschen auch mal ein angestimmtes Lied oder etwas anderes in einer Spielsituation nicht gefallen, trotzdem sollten alle sich selbst etwas zurückstellen und die Gemeinsamkeit und den Zusammenhalt wieder mehr in den Vordergrund rücken.
Wir rufen euch alle, egal auf welcher Tribüne ihr steht oder zu welcher Gruppe oder Fanclub ihr gehört, dazu auf, ab jetzt jeden Moment und jedes Spiel alles für den Klassenerhalt zu geben, von vor dem Spiel bis zum Abpfiff. Unser FC Sankt Pauli ist ein so einzigartiger Verein, der vieles anders macht als andere Vereine, der von seinen Fans lebt und so können wir nur erfolgreich sein, wenn wir alle, Fans und Mannschaft, zusammen alles geben und uns dafür aufopfern.
Reißt euch gegenseitig mit, zieht euch zusammen wieder hoch, steht füreinander ein und seid gemeinsam so laut wie es geht.
Es liegt an uns allen!
Klassenkampf jetzt!
Die Gruppen der aktiven Fanszene
Ultrà Sankt Pauli
Supportblock
Nordsupport
Blackout Sankt Pauli
Conexion St. Pauli
Darum Sankt Pauli
Hinchas Sankt Pauli
Szenario Kaos
Mett Crew
Gizmos
Liebe Südkurve,
pünktlich zum Rückrundenstart möchten wir mit euch alle Informationen zum Ablauf der Registrierung und zur Vergabe des Fankurventickets 2026/2027 teilen.
Wie auch schon in den letzten Jahren geht mit der Registrierung für das Fankurventicket der Konsens für eine Südkurve mit lautem und durchgehendem Support von Eckfahne bis Eckfahne einher. Der Konsens für eine Kurve, in der Fahnen das Kurvenbild prägen und in der Bewegungen, Klatschen und Hüpfen über die gesamte Spieldauer hinweg spürbar sind und der Support der Mannschaft der gemeinsame Fokus ist. Ein Konsens für die antifaschistischen und antidiskriminierenden Grundwerte der Südkurve. Wer einfach in Ruhe Fußball gucken möchte und mit dem beschriebenen Stil der Kurve und dem durchgängigen Support des Teams nichts anfangen kann, hat in anderen Stadionbereichen ein besseres Stadionerlebnis und sollte sich nicht für ein Fankurventicket melden.
Die Organisation, Vernetzung und gegenseitige Ansprechbarkeit in der Kurve sind in den letzten Jahren stetig gewachsen und haben sich enorm weiterentwickelt. Daran möchten wir anknüpfen und diese Vision weiter ausbauen. So erfolgt die Ticketvergabe auch in diesem Jahr wieder über eure Gruppen und Fanclubs. Es wird wie schon im letzten Jahr keine Vergabe an Einzelpersonen geben. Die Vergabe läuft in zwei Schritten ab, die wir hier noch einmal kurz skizzieren wollen:
Schritt 1 – Registrierung
Vom 09.02. bis zum 22.02. startet der erste Schritt des Registrierungsprozesses.
Wenn ihr und eure Crew im vergangenen Jahr bereits Teil des Fankurventicket-Konzepts in der Südkurve wart, also bereits mit USP und dem Fanladen wegen des Fankurventickets in Kontakt standet und euren Bedarf angemeldet habt, werden wir uns bis zum 09.02. bei euch mit einem Link zur Registrierung eures Bedarfes melden. Besprecht euch dennoch bereits gerne jetzt in euren Gruppen, um dann ab dem 09.02. euren Bedarf melden zu können.
Solltet ihr euch nach der Vergabe des Fankurventickets neu gegründet haben oder im letzten Jahr nicht Teil des Konzeptes gewesen sein, schreibt uns bitte bis Freitag, den 13.02., eine E-Mail an info@fankurventicket.de. Diese E-Mail sollte eine Kurzvorstellung von eurem Fanclub beinhalten (Wer seid ihr, wie viele Personen gehören zu euch, eure Aktivität, wo steht ihr in der Südkurve). Bitte nennt uns eine E-Mail-Adresse, welche für die weitere Kommunikation gewünscht ist und nach Möglichkeit eine weitere Mailadresse als Backup. Ebenfalls freuen wir uns über einen Vermerk, wie ihr bisher eure Karten für die Spiele bezogen habt. Wir werden euch dann einen Account zur Registrierung erstellen.
Wie auch schon in den letzten 18 Jahren, seitdem es dieses Projekt gibt, wird die Nachfrage nach Fankurventickets deutlich größer als das verfügbare Kontingent sein. Somit muss es einen nachvollziehbaren Mechanismus geben, um die Tickets im Sinne der Südkurve zu verteilen. Um der gemeinsamen Vision einer lautstarken und aktiven Kurve, in der sich alle Menschen einbringen und abgehen, näher zu kommen, werden die Tickets von Ultrà Sankt Pauli und dem Fanladen nach Aktivitätskriterien und fankulturellen Aspekten vergeben. Dabei besteht ein enger Austausch mit dem Südkurvenbeirat. Zu den wesentlichen Kriterien und Aspekten, auf denen die Vergabe beruht, gehört die Identifikation zu der Idee einer Südkurve, in der bis zum Schlusspfiff die Mannschaft voller Leidenschaft unterstützt wird. Weiterhin sollen Gruppen, die regelmäßig sowohl bei Heim- und Auswärtsspielen anzutreffen und präsent sind, den Zugang zu Tickets vereinfacht werden. Als weiteres Kriterium ziehen wir heran, wie weit sich Gruppen und Fanclubs in die Südkurve, Aktivitäten der Fanszene und Institutionen einbringen. Denn gerade die Südkurve ist ein Stadionbereich, der davon lebt, dass sich Gruppen und Fanclubs einbringen und bei gemeinsamen Aktivitäten mitziehen.
Schritt 2 – Auswertung und Vergabe
Die Auswertung des Bedarfs aller Gruppen erfolgt Ende Februar. Ein Verteilungsvorschlag wird auf Grundlage der oben genannten Kriterien und Aspekte erarbeitet und mit dem Südkurvenbeirat bewertet. Voraussichtlich Mitte März erhaltet ihr per E-Mail die Rückmeldung, mit wie vielen Fankurventickets euer Fanclub/eure Gruppe planen kann. Diese Ticketanzahl ist in der Registrierungsplattform hinterlegt und muss dann von euch mit den Kund*innendaten befüllt werden. Bitte achtet auf die Vollständigkeit aller Angaben.
Wenn ihr im Besitz einer Dauerkarte Süd-Steh aus dem Altbestand seid, müsst ihr euch, wie in den vergangenen Jahren, nicht registrieren. Über den Dauerkartenverkauf werdet ihr direkt vom Kartencenter informiert.
Durch das Konzept ist in den letzten Jahren in der Kurve schon so viel passiert und wir haben viele tolle Entwicklungen gesehen: Leute haben sich Gruppen, Strukturen oder Fanclubs angeschlossen, Gruppen haben dadurch wieder zu mehr Aktivität gefunden, vor allem die Jugendgruppen Giovanile und Ragazzi haben regen Zulauf, zahlreiche Fanclubs haben sich neu gegründet und wir als Kurve konnten durch die geschaffene Organisation und Kommunikation große Themen angehen und bewegen.
Keine Atempause, Geschichte wird gemacht – Südkurve!

