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5. November 2019 09:04

+++ UPDATE+++ „Nein“ zum neuen Polizeigesetz in Hamburg

Geschrieben von ULTRA` SANKT PAULI in Infos

Es gibt jetzt einen genauen Termin! Die Demonstration startet am Freitag den 15.11. um 17 Uhr auf dem Hansaplatz. Anschließend verläuft diese über den Gänsemarkt und endet auf Sankt Pauli.

Der erste Treffpunkt ist um 16:30 Uhr am Fanladen, um von da aus zusammen zur Demo zufahren. Auch starten erfahrungsgemäß Demos nicht pünktlich um 17.00 Uhr, somit haben viele die Möglichkeit auch nach der Arbeit noch dazuzukommen. Zudem noch einmal vielen Dank an die über 100 Fanclubs und Gruppen, die diesen Aufruf unterstützen!

Hallo Sankt Pauli Fans!

Hamburg soll ein neues Polizeigesetz kriegen. Durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts und der neuen EU-Richtlinie 2016/680 ist dieser Prozess unausweichlich, aber ungeachtet dessen, dass Hamburg bisher eines der rigidesten Polizeigesetze hatte, wird die Chance zu dem dringend benötigten Ausgleich zwischen Staat und Bürger nicht genutzt, sondern die repressive Keule soll noch mächtiger werden.

Die Grundrechte von Personen, die die Polizei als gefährlich ansieht, werden beschnitten, während gleichzeitig das Vertrauensverhältnis zu den Personen wie AnwältInnen oder SozialarbeiterInnen, die ihnen beistehen können, zerstört wird. Die Kompetenzen von versagenden Institutionen, wie dem Verfassungsschutz, werden ausgebaut, während Kontrollinstanzen, wie das Amt für Datenschutz, in ihren Befugnissen beschnitten werden. Damit entwickelt sich die Polizeistadt Hamburg weiter zur Überwachungsstadt Hamburg.

Das Ziel dieses Gesetzvorhabens ist es nicht, rassistische und autoritäre Strukturen innerhalb der staatlichen Institutionen oder etwa den Korpsgeist in der Polizei aufzulösen. Ganz im Gegenteil: dieses Gesetzespapier liest sich weitestgehend wie ein Positionspapier der unsäglichen Polizeigewerkschaften. Einen Schutz vor willkürlichen Handlungen der Polizei wird es weiterhin nicht geben und politische Gruppen, Fußballfans, Refugees oder anderweitig Marginalisierte werden noch stärker die neuen Befugnisse des Staates fühlen.

Hierzu wurde im Stadion beim Heimspiel gegen Sandhausen sowie bei der Auseinandersetzung um die Veranstaltung mit Andy Grote im Millerntor-Stadion mit einem eindeutigen „NEIN!“ bereits Stellung bezogen. Das „Nein“ wollen wir nun gemeinsam auf die Straße bringen.
Bei der von einem großen Bündnis getragenen Demo werden wir als Fanszene St. Pauli einen lauten, wütenden Block stellen. Startzeit am Freitag den 15.11., um „arbeitnehmer*innen-freundlichen“ 17 Uhr auf dem Hansaplatz. Dieser Sankt-Pauli-Block soll geschlossen auf der Demo auftreten. Hierfür treffen wir uns gemeinsam 30 Minuten vor der Demo beim Fanladen also um 16:30 und fahren dann zusammen zur Demonstration in die Innenstadt. Nähere Infos soll es unter nopolghh.de geben.

Es gibt nur eins, das größer ist als unsere Liebe zur Freiheit: Unser Hass auf die, die uns diese Freiheit nehmen wollen.

Wenn Euer Fanclub oder Eure Crew diesen Aufruf für den Sankt Pauli Block mit unterstützen will, meldet euch bei kontakt@ultra-stpauli.de, damit wir Euch auf den Aufruf setzen können.

Das Ganze Stadion e.V.

Ultrà Sankt Pauli

Supportblock Sankt Pauli

Nord- Support

Jolly Roger Ballkult e.V.

Calabroni

Mett Crew FCSP

Electro Mob St. Pauli

SubCo

Gorilliaz

HBCSP

Conexion St. Pauli

Hinchas

Szenario Kaos

Straight Edge

Wilder Westen

MΓΔ

Darum Sankt Pauli

Südzecken St. Pauli

Enfants Terribles

FC Lampdusa St. Pauli

G.A.S.

Bogeys

Ramba Zamba

Paramatics Sankt Pauli – Der Paramat

Three 4 Five aka 3 für 5

Ces‘t la vie

Basis St.Pauli

die Stimmungsschnipsel Sankt Pauli

KAPUTTE KÖPFE SANKT PAULI

FORZA SANKT PAULI

YCGIIYRW – You can get it if you really want

Nice Guys Sankt Pauli

Grenzenlos Sankt Pauli

IMMORTALE SANKT PAULI

Blocknachbarn St. Pauli

Rakete Lumbago Sankt Pauli

Wir seh’n uns drinnen

Aale Gs

Strobo braun-weiß 

Offenes Bein

Pröppers Vendetta

Balagan

Die üblichen Verdächtigen

Museumshoschis

Ey, die Hunde!

Roter Stern St. Pauli

Skarrastka

Gute Jungs

Seggiolini Sankt Pauli

Lorem Ipsum

Netzwerk Gegengerade

Chaoticker

Mein Viddel, meine Loide, mein Verein

FC42

Voll St. Pauli

Rhoihessefront

Old Dubliner

Viva con Agua

Piratenbrigade 1910 Berlin

Ølsenbande

Pfälzer unabhängige Fussball Freunde

A la bonne heure

KumbaYo

If the kids are united

ST. Pauli Skinheads

Carpe Diem

Fanclubsprecherrat

Fanräume e.V

Arbeitsgemeinschaft interessierter Mitglieder

MillernTon

Magischer FC Blog Kollektiv

RGK

die Treppenzecken St. Pauli

1910 Dezibel

Die Spinner

Fc ST. Pauli Fanclub Hafenklang

Sankt Pauli Unicorns

Yalla Yalla St Pauli

TriZecken

Freibeuter Oberberg

Raiders

Confused State of Mind Sankt Pauli

Confetti Chaos Crew Sankt Pauli

blödes volk

St.Pauli Azadi

Punkrock St.Pauli

ETKB

No Tengo Idea

Die Desorganisierten Sankt Pauli

Todeskater St.Pauli

Glasgow St. Pauli

OCSP

Scusi Sankt Pauli

Comrades

SPNU

The Wasted

die Djangos

Fanclub kollektiv 20359

Nordlichter St. Pauli

Pelemele

Millerntor Brigade

Brown Hearts United

Bella ciao

Freibeuter 1910 DD-Neustadt

Traktor Sankt Pauli

Sekt Mate Girls

BHSP

Mosquitos Sankt Pauli

Sankt Pauli Twenty One

R24

Frizzante St. Pauli

Frau Dörte Becker

wolperdinger St. Pauli

hasta la borrachera siempre

Cosa Nostra Sankt Pauli

Unter Linden

Sankt Pauli Province Fanatics

Plankenschubser St. Pauli

Blackout St. Pauli

Zappzarapp Sankt Pauli

Erfolgsfans Sankt Pauli

Stay Kultig Sankt Pauli

Drehmoment FCSP

ramtamtam Sankt Pauli

Ref St. Pauli

Hamburg trinkt braunweiß

Wi Köönt Ok Anners

Magische 3 für 5

Beergulls St.Pauli

Drei Punkte Glühn

28. Oktober 2019 22:41

Fotos

Geschrieben von ULTRA` SANKT PAULI in Infos

Zwei Spiele null Punkte, aber die Ultras haben Fotos.
Darmstadt und Heidenheim sind Online.

18. Oktober 2019 16:28

Rise Up for Rojava – Nach dem Spiel zur Demo

Geschrieben von ULTRA` SANKT PAULI in Infos

Moin Sankt-Pauli-Fans,

nach unserem Heimspiel gegen Darmstadt gibt es eine Demonstration gegen den andauernden Angriffskrieg der Türkei gegen die autonome Region Rojava in Nordost-Syrien. Die Demo startet um 15 Uhr am S-Bahnhof Sternschanze und wird gegen 15:45 Uhr am Südkurvenvorplatz vorbei ziehen. Wir wollen uns solidarisch zeigen und stehen Schulter an Schulter gegen faschistische Kriege und sämtliche Angriffe auf progressive Bewegungen. Reiht euch mit uns zusammen in die Demonstration ein und tragt euren Unmut auf die Straße!

Biji Rojava!

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17. Oktober 2019 20:59

Geschrieben von ULTRA` SANKT PAULI in Infos

13. Oktober 2019 22:01

Bilder Nürnberg

Geschrieben von ULTRA` SANKT PAULI in Infos

Die Bilder von unserem Auswärtsspiel in Nürnberg sind online.

19:58

Podiumsdiskussion in der Südkurve mit Andy Grote und Rainer Koch

Geschrieben von ULTRA` SANKT PAULI in Infos

Hallo Sankt Pauli-Fans,

am Donnerstag, den 17.10.2019, um 19:10 Uhr soll im Ballsaal der Südkurve die Podiumsdiskussion „Unser Fußball – braucht neue Werte“ von der Initiative „Fairnetzer.1910“ stattfinden. Dieser Kreis möchte unter anderem durch Diskussionsveranstaltungen rund um den Fußball kritische Denkanstöße geben und ist auch oftmals durch karitative Aktionen positiv aufgefallen. So weit, so gut.

Neben anderen Podiums-Teilnehmerinnen und Teilnehmern sind Hamburgs Innensenator Andy Grote und DFB-Vizepräsident Rainer Koch geladen. Wir halten die Teilnahme dieser beiden Personen bei einer Diskussion über „Werte“ in unserem Stadion für völlig deplatziert und nicht akzeptabel.

Dass sich Funktionsträger im Verein in ihrer Rolle sowohl mit Verbandsfunktionären als auch Innensenatoren austauschen, mag uns nicht immer gefallen, halten es allerdings für normal. Dass solche Personen allerdings in unserem Stadion auftreten und ihre Positionen dadurch in einen Vereinskontext gerückt werden, erzeugt in verschiedensten Gruppen, Institutionen und Zusammenhängen erhebliche Irritationen sowie Unmut.

Der FC St. Pauli war seit Ende der 80er-Jahre immer mehr als nur die Profi-Fußball Abteilung der Herren und steht für antifaschistisches, antisexistisches und antirassistisches Engagement. Solidarität und unser Zusammenhalt – gegen Diskriminierungen, polizeiliche Willkür und Repressionen sind Teil der Vereinskultur. Diese Werte und diese Kultur treten die erwähnten Personen mit Füßen.

Andy Grote hat politisch den Verlauf des G20-Gipfels und die enorme, unkontrollierte, völlig ausgeuferte und im Nachgang in keiner Weise aufgearbeitete Polizeigewalt zu verantworten. Nicht nur, dass er die schlimmen Grundrechtseinschränkungen, die vielen Verletzungen und den erschütternden Polizeiputsch gegen den Rechtsstaat zugelassen hat – nicht nur, dass noch immer Menschen wegen Nichtigkeiten mit absurden Repressionen überzogen werde – nein, die Konsequenz des G20-Desaster ist jetzt sogar, dass er an einer weiteren Ausweitung polizeilicher Befugnisse durch das neue Polizei-Aufgabengesetz strickt. Neben der grundlegenden Befürchtung, dass dieses wissentlich gegen EU-Recht verstößt, wird es nach Einschätzung von Experten und Menschenrechtsgruppen vor allem Fußballfans, politische Aktive sowie Refugees und andere Marginalisierte ohne schützende Lobby treffen. Hierzu wurde im Stadion beim Heimspiel gegen Sandhausen mit einem eindeutigen „NEIN!“ bereits Stellung bezogen.

Die Werte, die Andy Grote vertritt, sind seine Karriere, politische Rückratlosigkeit und Aushöhlung demokratischer Kultur.

Mit Rainer Koch ist des Weiteren eine Person eingeladen, die ohne Zweifel als absolute Reizfigur des Verbands bezeichnet werden kann. Er ist Verfechter der Montagsspiele, agitiert gegen die Fanszenen und bedroht vieles von dem, was wir an Fußballkultur und dem Fußball schätzen. 2013 soll er Funktionäre bedroht und erpresst haben, um die Besetzung von Gremien nach seinen Wünschen zu gestalten. Falls dieser Typ etwas zu „Werten“ im Fußball beitragen möchte, sollte er vielleicht noch die Ergebnisse der DFB-eigenen „Ethikkommission“ abwarten, die derzeit gegen ihn ermittelt.
Mit den beiden genannten Personen soll jetzt ausgerechnet zwei Hardlinern, die in ihren Bereichen für eine erschreckende autoritäre Umgestaltung der Gesellschaft stehen, in unserer Südkurve eine Bühne geboten werden. Dies werden wir in dieser Form nicht akzeptieren.

Wir bedauern, dass wir die Organisatoren vor Herausforderungen stellen. Grundsätzlich begrüßen wir es, wenn Fanclubs und Initiativen Diskussionen über Werte im Fußball anregen. Aus den dargelegten Gründen wünschen wir uns in diesem Fall von den Veranstaltern dennoch, wahlweise die beiden genannten Personen auszuladen oder den Veranstaltungsort zu verlegen.

Sollte sich keine Lösung abzeichnen, rufen wir alle dazu auf, die Veranstaltung entsprechend zu begleiten.

Es gibt nur eins, das größer ist als unsere Liebe zur Freiheit. Unser Hass auf die, die uns diese Freiheit nehmen wollen.

Ultrà Sankt Pauli, Oktober 2019

11. Oktober 2019 08:17

Keinen Schritt mit Cenk Şahin

Geschrieben von ULTRA` SANKT PAULI in Infos

„Wir sind an der Seite unseres heldenhaften Militärs und der Armeen. Unsere Gebete sind mit euch!“ sagt Cenk Şahin zu der absolut erschütternden Attacke des türkischen Militärs auf die kurdischen Gebiete in Syrien.

Es ist nicht der erste sprachliche und mediale Ausrutscher von Şahin in dieser Thematik, bereits in der Vergangenheit äußerte er sich pronationalistisch, regimetreu und verächtlich über das Sterben der kurdischen Bevölkerung. Während oftmals eher das junge Alter der Spieler und die einseitige Sozialisation entschuldigend herangezogen werden muss, gilt dieses im Fall Cenk Şahin nicht mehr – er wusste, dass er sich bereits Fehltritte geleistet hatte und dass es sich bei diesen Postings in unserem Vereinsumfeld um einen klaren Affront handeln muss.

Für uns Ultras steht deshalb fest, dass Cenk Şahin nicht mehr im Trikot des FC Sankt Pauli aufläuft. Wir fordern den Verein auf, Cenk Şahin am heutigen Freitag, den 11. Oktober zu entlassen!

Während noch vor kurzer Zeit die YPG/YPJ nahezu die einzigen waren, die in Syrien erfolgreich den IS bekämpften und dabei große Verluste hinzunehmen hatten, werden sie nun von Trump fallengelassen. Die zeitgleich einsetzende Empörung aus Berlin und anderen Hauptstädten entbehrt jeglicher Grundlage, sind es doch gerade die westlichen Länder, die Waffen und Logistik an die Türkei lieferten.
Erdogan setzt nun seinen Angriffskrieg fort, mit dem Ziel der Vertreibung der kurdischen Bevölkerung und der Auslöschung selbstverwalteter, basisdemokratischer Ideen in der Region.

Wie man sich erneut mit diesem ekelhaften Wahnsinn solidarisieren kann, ist uns schleierhaft.

Wir fordern des weiteren alle braun-weißen Fans und Ultras auf, sich den Protesten in Hamburg und anderswo anzuschließen, um deutlich zu machen, dass wir die kurdische Bevölkerung in Rojava nicht alleine lassen.

Freies Rojava, gib nicht auf!
Şahin, verpiss Dich!

Ultrà Sankt Pauli 2002