Archiv des Antirepressiva- Bereichs

13. Oktober 2016 18:37

Diffidati Marsch nach dem Aue Spiel

Geschrieben von Ultrà Sankt Pauli in Antirepressiva

+++ 45 Minuten nach Abpfiff auf dem Südkurvenvorplatz +++

Moin Sankt Pauli Fans,

aufgrund von Vorbereitungen großer Choreographien und all der Arbeit, die damit auch im Nachgang eines Spiels verbunden ist, sowie der fanunfreundlichen Anstoßzeiten, hat bisher kein Diffidati-Marsch nach den Heimspielen stattgefunden. Der erste Marsch der Saison wird nun nach dem kommenden Heimspiel gegen Erzgebirge Aue stattfinden.

Nach wie vor stehen Dank der Polizei und der repressiven Maßnahmen der Verbände viele Sankt Pauli Fans vor den Toren unseres Stadions. Noch immer maßen sich durchgedrehte Sicherheitsfanatiker und Verbandsbonzen an zu entscheiden, wie der Fußball auszusehen hat und nutzen zur Lösung von „Problemen“ oftmals weiterhin schnöde und von oben herab verordnete Sanktionen. Treppenwitz der Geschichte: Offensichtlich glauben sie wirklich, damit etwas zu ändern. Nahezu alle der Leute vor dem Stadion waren trotz eines Stadionverbots bei allen Spielen des FC Sankt Pauli anwesend und sind so elementarer Bestandteil der Fanszene geblieben – nicht nur bei den Heim- und Auswärtsspielen, sondern auch unter der Woche.

In Anbetracht der derzeitigen Tabellensituation ist es unumgänglich, dass alle Sankt Pauli Fans im Stadion gemeinsam unsere Mannschaft auf dem Platz unterstützen und nicht hängen lassen. Darauf bauen wir und wollen wie üblich unseren Teil dazu beitragen. Doch Sankt Pauli ist mehr denn je viel größer als der Erfolg einer Fußballmannschaft. Die Stärke, die die Fanszene auf den Tribünen bei der Unterstützung der Mannschaft zeigt, muss auch im Hinblick auf die Solidarität für die Stadionverbotler_Innen außerhalb des Stadions gelten.

Alle Stadionbesucher und Stadionbesucherinnen und alle Menschen aus dem Viertel, die Sankt Pauli lieben und leben, sind herzlich eingeladen, sich 45 Minuten nach Abpfiff auf dem Südkurvenvorplatz einzufinden. Wir werden lautstark und bunt durch unser Viertel ziehen und dabei unsere Verbannten unterstützen – und somit ein weiteres Zeichen in Sachen Zusammenhalt setzen.

Sagt allen Euren Bekannten Bescheid. Wir sehen uns 45 Minuten nach Abpfiff auf dem Südkurvenvorplatz.

The harder they come the harder they fall!
Voran Sankt Pauli! Diffidati con noi!

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21. April 2016 15:43

Gemeinsam gegen Rassismus und Repression – Am 30.04. alle auf die Straße

Geschrieben von Ultrà Sankt Pauli in Antirepressiva, Infos

Breite Solidarität gegen Rassismus und Repression – Die Stadt gehört allen!

Aufruf zur Demonstration am 30. April – 18 Uhr Schanzenstraße / Bartelsstraße

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Der Ton in der Stadt wird rauer. Das ist nicht erst seit gestern so, sondern ein Prozess, der seit Jahren immer offener zum Vorschein tritt. Beispielhaft genannt seien hier der Angriff auf das Jolly Roger, rechtswidrige Auflösungen von Demonstrationen, Erstürmungen von Privatwohnungen ohne triftigen Anlass, flächendeckende rassistische Polizeikontrollen, Verhinderung von zwei Fanumzügen, aufgeblasene Staatsschutzermittlungen, Verbot von Gästefans, absurde Meldeauflagen bei Fußballspielen, willkürliche Platzverweise, Gefahrengebiete etc. Diese Aufzählung könnte ewig fortgeführt werden und sicherlich könnten viele von euch noch etwas hinzufügen.

Selbstverständlich soll das nicht heißen, dass wir es stillschweigend abnicken würden, wenn das Ganze in einem juristisch einwandfreien Rahmen stattfände. Doch das Vorgehen der Staatsmacht führt vor Augen, dass offensichtlich die Politik die Polizeibehörde nicht mehr im Griff hat und zugesprochene Grundrechte im Zweifelsfall mit Füßen getreten werden.

Die Verhältnismäßigkeit beim Vorgehen der Behörden lässt spätestens seit dem Antritt Schills als Innensenator und dem früheren Einsatzleiter Peter Born zu wünschen übrig. Dass das Problem mit der Staatsmacht aber kein personelles, sondern ein strukturelles ist, lässt sich daran ablesen, dass auch nach den jeweiligen Amtszeiten dieser beiden exemplarisch genannten Personen nach wie vor extrem niedrigschwellig und provokant agiert sowie kriminalisiert wird. In steter Regelmäßigkeit werden für Nichtigkeiten schwere Verletzungen durch Polizeibeamte in Kauf genommen, der einzelne Polizist ist dabei in den wenigsten Fällen von juristischen Folgen bedroht.

 

Der Ton wird rauer. Das merken wir nicht zuletzt seitdem Innensenator Neumann endlich sein Amt aufgegeben hat und sein Nachfolger Andy Grote angetreten ist. Offenbar begreift die Polizeiführung dies als Chance, denn seitdem lässt die Hamburger Polizei keine Gelegenheit aus, die Menschen in den Vierteln noch weiter zu drangsalieren und schikanieren. Der Knüppel sitzt locker, es liegt Pfeffer in der Luft. Durch Hamburgs Zusage zum G20 Gipfel im kommenden Jahr rechnen wir noch mit einer deutlichen Verschärfung der aktuellen Situation. Wenn die Polizei schon bei einem regulären Fußballspiel mit zwei Wasserwerfern, Räumpanzern und Pferdestaffel aufwartet, dann können sich alle sicherlich ausmalen, was im Vorfeld und während des Gipfels auf St. Pauli und den umliegenden Vierteln los sein wird.

 

Der Ton wird rauer. Das betrifft Geflüchtete, die tagaus tagein den (institutionellen) Rassismus standhalten müssen. Das betrifft Wohnungslose, denen das eh schon harte Leben auf der Platte durch ständige Verdrängung noch schwieriger gemacht wird. Das betrifft fortschrittliche Strömungen, die in ihrem Tatendrang durch kapitalistische Normen und Eigentumsverhältnisse gebremst werden. Und das betrifft auch progressive Fußballfans, die eh oftmals als Erprobungsgegenstand neuer Polizeitaktiken herhalten müssen. Somit kommt es zu Räumungen um jeden Preis und wer sich tatsächlich wehrt, kommt in den Knast ebenso wie vermeintliche Dealer und andere Menschen ohne gültige Papiere.

Dass die Problematik nicht isoliert zu betrachten ist, wissen wir alle, denn wir sind eben nicht nur Fußballfans, sondern oft auch in anderen Bereichen engagiert und aktiv. Aus diesem Grund bekommen wir die Repression auch von vielen Seiten zu spüren und somit gilt unsere Solidarität auch allen Betroffenen. Wir lassen uns nicht bremsen in unserem Drang nach Freiheit und unseren (Gegen)Entwürfen zum Bestehenden.

Wir rufen alle St.-Pauli-Fans dazu auf, sich am 30. April mit uns der abendlichen Demonstration gegen Repression, Rassismus und einer kapitalistischen Stadtentwicklung im Schanzenviertel anzuschließen.

 

Ultrà Sankt Pauli, April 2016

 

Weitere Infos: breitesolidaritaet.blackblogs.org

 

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5. März 2016 19:09

Marsch nach dem Paderborn-Heimspiel

Geschrieben von Ultrà Sankt Pauli in Antirepressiva, Infos, Südkurve

+++ 30 Minuten nach Abpfiff: Südkurvenvorplatz +++

+++ Diffidati-Marsch durch unser Viertel +++

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Hallo Sankt Pauli Fans und Interessierte!

Seit über zehn Jahren finden sich nach Heimspielen unseres magischen FCs Fans zusammen, um noch einmal gemeinsam durch unser buntes Viertel zu ziehen. Oft war es einfach ein nettes Beisammensein, doch ursprünglich handelte es sich um eine Reaktion auf Stadionverbote. Ziel war und ist es, den Leuten, die während des Spiels vor den Toren warten müssen, ebenfalls eine Art Spieltags-Erlebnis zu verschaffen und noch einmal gemeinsam laut und lustig zu sein. So lebten diese Umzüge in der Regel dann auf, wenn es viele Fans mit Stadionverboten gab. Sie waren immer friedlich und positiv aufgeladen. Niemals hat so ein Marsch die Simon-von-Utrecht-Straße Richtung Kiez überquert, niemals wurden Gästefans behelligt, niemals ging von der Veranstaltung Gefahr oder Gewalt aus und niemals wurden Hauptstraßen länger als wenige Minuten blockiert. Im Viertel schlossen sich regelmäßig Fans an, Leute applaudierten und stimmten in die Gesänge ein. Jahrelang war das kein Thema, doch der Wind hat sich offenbar gedreht.

Die Hamburger Polizei, an vorderster Front die sogenannten “Szenekundigen Beamten”, führt ihren völlig von allen Maßstäben und Realitäten entkoppelten Kleinkrieg gegen Fußballfans, gegen alles, was ihnen nicht kontrollierbar genug erscheint. Hierbei geht es schon lange nicht mehr um “Sicherheit”, sondern schlicht um reine Machtspiele, Schikane und ein äußerst irritierendes Verständnis der Hamburger Polizei von Rechtsstaat und Demokratie.

Rund hundert Fans haben jüngst Stadionverbote erhalten. Diese bestehen derzeit, obwohl sowohl Verein, wie auch Fanladen und Anwälte versuchen, etwas an der Situation zu ändern. So weit, so schlecht, war dies vor einigen Wochen der Anlass, sich nach den Spielen wieder zu treffen. Bereits hier begegnete die Hamburger Polizei den Teilnehmern am Pferdemarkt mit hoher Aggressivität und in voller Kampfmontur.

Beim folgenden Spiel gegen Leipzig standen Wasserwerfer, Räumpanzer und ganze Hundertschaften offenbar nur bereit, um einen Marsch zu verhindern. Um die Situation nicht zu eskalieren, wurde nach dem Spiel gegen den FSV Frankfurt auf ein Treffen verzichtet. Auch gegen Braunschweig wurde nicht dazu aufgerufen, doch jeder, der im Viertel unterwegs war, konnte sehen, was passierte. Größere Gruppen von Fans wurden argwöhnisch beäugt und in vielen Fällen von der Polizei mit Knüppeln und Pfefferspray angegriffen. Unter anderem wurden Fans an der Kleinen Pause massiv von der Polizei angegriffen, einem Ort der seit Dekaden zu einem festen Wohlfühlort der Fanszene gehört. Die dort angegriffenen Fans wollten ein Präsent zum 30. Geburtstag der Kleinen Pause überreichen, es war- nach dem RB Leipzig Spiel- bereits der zweite vereitelte Versuch.Einige Verletzte und eine totale Belagerung des Bereiches Paulinenplatz / Jolly Roger rundeten das Bild ab.

Der Fanladen hat sich bereits vor einigen Tagen zu diesem Vorfall entsprechend geäußert.

Es ist ein Verhalten, das mehr an die Mentalität eines Schulhofschlägers erinnert als an eine staatliche Institution. Ganz offenbar geht es schon lange nicht mehr um “Sicherheit“, sondern schlicht um absurde Allmachtsphantasien und Machtbeweise. Die Menschen sollen zu jeder Sekunde spüren, wer die absolute Kontrolle für sich reklamiert. Freiräume werden nicht geduldet und seien sie auch noch so klein. Die Hauptstraße soll frei bleiben? Nach wenigen Minuten biegt der Marsch in die Seitenstraßen ein, gegen Leipzig hat jedoch allein das schwere Polizeigerät für die Verhinderung des Marsches die Straße für 45 Minuten komplett blockiert. Nein, es geht schlicht darum, fernab von irgendwelchen Sicherheits- oder Ordnungszielen den Menschen ihre vermeintliche Ohnmacht zu demonstrieren. Ein bei der deutschen Polizei bekanntes wie auch erschreckendes Vorgehen, das sich in der Regel mit der Lust auf Gewalt durch die eingesetzten Beamten mischt.

Ein besonderer Eskalationsfaktor sind die sogenannten „Szenekundigen Beamten“. Polizeibeamte, die vor vielen Jahren als Schnittstelle zwischen Polizei und Fans geplant waren, in dieser Rolle in Hamburg aber in epischer Weise versagen und Situationen aus gekränkter Eitelkeit und Frustration über die eigene Unzulänglichkeit zur Explosion bringen. Bei HSV-Fans tauchen diese Beamten am Abend vor der Wohnung auf, um Dinge „wie Männer“ zu klären, Sankt Pauli-Fans werden 1:1 Prügeleien angeboten, bei Auswärtsspielen werden Stadtverbote ausgesprochen, es geschehen andere unglaubliche Dinge, fast alle Vorsänger der Südkurve haben von einem dieser Beamten absurde Anzeigen bekommen und auch die Polizeigewalt nach dem Spiel gegen Braunschweig wurde von diesen Verlierern koordiniert. Wer so ein dünnes Fell hat, dass er sich bei einem zugerufenen „Hau ab!“ zu einer Strafanzeige genötigt fühlt, der ist in diesem Spannungsfeld vielleicht auch nicht ganz richtig aufgehoben.

Das Augenmerk der Sicherheitsbehörden ist somit schlicht wahnwitzig. Während es derzeit fast täglich zu schlimmen rechtsradikalen und menschenfeindlichen Anschlägen kommt, während täglich Menschen aus rassistischen Gründen angegriffen und diskriminiert werden, während die Welt aus den Fugen geraten ist und enorme gesellschaftliche wie sicherheitspolitische Herausforderungen bestehen, konzentriert sich die Wut des Apparats und seiner Marionetten auf… Fußballfans. Wer sich an das Absurde gewöhnt, findet sich in dieser Welt gut zurecht. Es ist in dieser Stadt ein offenes Geheimnis, dass die Polizeibehörden und Polizeigewerkschaften außer Rand und Band sind und den Rechtsstaat sowie Politik viel zu oft an der Nase durch den Ring führen. Der ehemalige Innensenator Michael Neumann sprach bereits nach den Polizeiausschreitungen vom Schweinske Cup im VIP-Bereich des Millerntors davon, für Aufklärung zu sorgen und hat in diesem Punkt wahlweise bewusst gelogen oder versagt.

Heimspiel Paderborn:

Wir gehen davon aus, dass wir nach dem Spiel gegen Paderborn wie gewohnt einen friedlichen und bunten Spaziergang durch unser Viertel machen – und wir gehen davon aus, dass die Polizei es dieses Mal unterlassen wird, friedliche Fans einzukesseln, zu behindern und anzugreifen. Weiterhin gehen wir davon aus, dass der neue Innensenator Andy Grote kein Interesse an dieser völlig absurden und unnötigen Eskalation hat und seine Köter zurückpfeift.

Wir werden niemanden um Erlaubnis bitten, uns nach dem Spiel in unserem Viertel bewegen zu dürfen. Es ist seit Jahrzehnten Normalität und wir sind dankbar für unser Stadion mitten in der Stadt, aus dem man nach dem Spiel nicht vor einer Wiese oder in einem Industriegebiet steht, sondern das schillernde und quirlige Sankt Pauli vor sich hat. Tausende Menschen bevölkern nach Heimspielen die Straßen, trinken, singen und lassen den Spieltag ausklingen – und genau so soll und wird es weiterhin sein. Unser Marsch geht vorbei an unseren Kneipen, den Kiosken, die täglich besucht werden und so wie die Fans untrennbar vom Viertel sind, ist der Marsch auch Teil dieser Welt.

Wir rufen alle auf, sich gegen diesen Unsinn und diese Einschränkungen zu stellen, diese kranke Logik zu durchbrechen und mit uns auf den Straßen Sankt Paulis unterwegs zu sein. Wir erwarten euch alle 30 Minuten nach dem Spiel auf dem Südkurvenvorplatz!

Seien es unberechtigte Stadionverbote, die Polizeiaktion im Fanladen, der Polizeiübergriff auf das Jolly Roger oder andere Gelegenheiten. Immer wieder hat sich die Fanszene zusammengetan und über alle Differenzen hinweg zusammengestanden. Wir wünschen uns eine Diskussion über die Vorgänge der letzten Wochen in den vielen Institutionen und Gruppen in und rund um unseren Verein und sind dankbar für Positionierungen und Beiträge, die es bisher bereits intern wie öffentlich gegeben hat.

Für kommenden Freitag gilt: Sagt allen Bescheid und seid am Start! Lasst euch nicht einschüchtern und seid vorbereitet und entschlossen! Verhaltet euch clever und achtet auf dynamische Entwicklungen oder findet eure eigenen Antworten auf die Einschränkungen.
Dieses Viertel und unsere Fanszene haben nicht zuletzt bei den ungerechtfertigten Gefahrengebieten gezeigt, dass gute Ideen und ein unbeugsamer Wille immer stärker sind, als pure Repression. Sollte die Polizei tatsächlich wieder alles mit Masse und schwerem Gerät erdrücken wollen, dann müssen Kreativität und Spontanität dafür sorgen, dass es weiter geht. Oder wir stehen eben alle gemeinsam auf dem Südkurvenvorplatz und lernen für das nächste Mal – bis die Scheiße aufhört.
Denn weiterhin gilt: Es gibt nur eins, das größer ist als unsere Liebe zur Freiheit. Unser Hass auf die, die uns diese Freiheit nehmen wollen.

30 Minuten nach Abpfiff: Südkurvenvorplatz!

Die Geschichte wird auf den Straßen geschrieben.

Ultrà Sankt Pauli, März 2016

11. Juli 2013 19:46

Heimspieltage

Geschrieben von Ultrà Sankt Pauli in Antirepressiva, Infos

Durch den Umzug des Fanladens wird sich zur neuen Saison auch für uns einiges ändern. Da wir auch weiterhin als zentralen Anlaufpunkt rund um die Spiele den Fanladen und die Fanräume ausgewählt haben, wird auch der Diffidati-Marsch wegfallen. Wir werden aber dennoch in unregelmäßigen Abständen zusammen mit unseren ausgesperrten Freunden bunt und singend durchs Viertel ziehen. Also haltet Augen und Ohren offen, damit wir den Verbannten zusammen zumindest ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubern können.
DIFFIDATI CON NOI!

17. Dezember 2009 08:25

Artikel aus GZ 132 zu Anquatschversuchen durch den Verfassungsschutz

Geschrieben von Gazzetta in Antirepressiva, Gazzetta, Infos

Kennt ihr das, wenn ihr nicht wisst, wie ihr ein Gespräch anfangen wollt? Oder einen Artikel, wie in meinem Fall?
Dieses Problem haben die netten Herren vom Verfassungsschutz nicht!
Denn sie sind darauf trainiert, Gespräche mit Personen zu suchen und ihnen Informationen zu entlocken.
So auch bei vier unserer Mitglieder innerhalb der letzten 1,5 Jahre. Die Vorgehensweise ist stets die selbe. Entweder auf der Straße oder per Telefon versuchen die Beamten Kontakt aufzunehmen. Sie kommen dabei nicht einmal aggressiv rüber, sondern sprechen Dich mit dem Vornamen an und bitten um ein Gespräch. Im Falle unserer Leute ging es dabei um „Gewalt zwischen Links und Rechts“, also nichts zu Spezielles, um die Leute nicht skeptisch zu machen.
Das ist der Moment für Dich zu Handeln.
Auch hier ist klar: keine Aussage! Jedes Stück Information ist eines zu viel, denn wenn die Eines können, ist es Infos sammeln und sie zu einem größeren Bild zusammen setzen. More

19. Oktober 2009 23:14

30.10. + 06.11. – Party-Woche mit den Ultras: Die ganze Wahrheit!

Geschrieben von Antirepressiva in Antirepressiva, Infos, Veranstaltungen

Hatten wir euch ja vor einiger Zeit noch gehörig auf die Folter gespannt, wie das mit den Parties jetzt aussieht, hier nun die harten Fakten!
Freitag, 30.10.2009 ab 21 Uhr: „Recht Auf Stadt“- Benefizgala im Uebel&Gefährlich
Recht auf Stadt Benefizgala

Neben den Livebands Die Sterne, 1000Robota, Marcus & Erik (Kettcar), Gisbert Zu Knyphausen, Juri Gagarin, Schwabinggrad Ballett & Phantogram und den danach den großen Saal beschallenden Blockparty Entertainment und Kiss Kiss Club, gibt’s einen Ultra‘ Sankt Pauli-Floor im Turmzimmer mit Pelle Buys (Sender Records), Kopfthema (Rotzige Beatz), Zoran Zupanic (philpot records/philE), Doc Strange (EM:SP), addicted (EM:SP, Malaria) und Jubie vs. VK Whatever (Eastwood vs. Malaria).

Die Einnahmen gehen zu 40% an die neue Vernetzung der Hamburger Initiativen und zu je 10% an No BnQ, Kein Ikea in Altona, Moorburgtrasse stoppen/Grünzuginitiative, Cafe Exil, Centro Sociale, Komm in die Gänge
Mehr zu der Gala hier.

Freitag, 06.11.2009 ab 23 Uhr: „music for the people“ in der Roten Flora
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Eine Woche später steigt unsere eigene Party! Heimsieg feiern bei guter Musik und billigen Getränken mit euren Lieblings-Ultras und dabei noch Kohle für eine gute Sache geben? Gibt’s eine bessere Beschäftigung am Freitagabend?

In der Halle gibt’s Beatlastiges und weiteren Funkyfresh Behaviour von DJ DSL (Sankt Pauli Sound Supporters), buzz-t (fingerprints), zephir (usp) und stoecker stereo (blockparty entertainment).

Im Leon Cavallo dafür Elektronisches von akaak (klingtsogut), Felix Swampland (SubSpace), Itchy Itchy Tonewood Live (Malaria), addicted (EM:SP), sowie ds galaxo (EM:SP).

Die Einnahmen dieser Party gehen an kriminalisierte Antifaschist_Innen aus der Kurve.
Also, sagt euren Freund_Innen Bescheid, habt Spaß und geht ab wie im Stadion!

7. Oktober 2009 14:49

30.10. + 06.11. – Party-Woche mit den Ultras!

Geschrieben von Antirepressiva in Antirepressiva, Veranstaltungen

Um den Herbstdepressionen etwas entgegen zu setzen und um gute Dinge zu unterstützen, gibt es demnächst zwei Parties an denen ihr nicht vorbei kommen werdet und bei denen ihr gerne vorbei kommen dürft! Um Euch noch ein bisschen zappeln zu lassen, hier nur kurze Appetithappen. Die ganze Wahrheit gibt’s noch früh genug!

30.10. Recht auf Stadt, Übel und Gefährlich: hier wird Ultra‘ Sankt Pauli mit eigenem Elektro-Floor vertreten sein.
In bester Gesellschaft von Live-Bands und DJs aus Hamburg gibt’s eine Soli-Party für diverse Initiativen des Viertels gegen Gentrifizierung.
In Zusammenarbeit mit: Komm in die Gänge, No BNQ, Kein Ikea in Altona, Moorburgtrasse stoppen, Es regnet Kaviar, dem Café Exil und dem Centro Sociale.

06.11. music for the people, Rote Flora:
Da schmeissen wir die Party!
Mal ganz abgesehen davon, dass es mal wieder Zeit ist, kommt die Kohle kriminalisierten Antifaschist_Innen aus der Kurve zu gute. Mit Elektronischem, HipHop, Funk, Ska, Soul und Early Reggae werden 3 Floors beschallt.

Streicht’s Euch im Kalender an, kommt vorbei und geht ab wie im Stadion!